Reizgesteuertes Balzverhalten

Weibchen verströmen via Kloakensekret ihre Paarungsbereitschaft. Der Duft wird vom paarungsbereiten und stimmulierten Männchen aufgenommen. Kopfnickend verfolgt dieses das Weibchen und beschnüffelt es. Mit Rammstössen gegen die Seiten bringt das Männchen das Weibchen in Position. Sollte das Weibchen noch nicht bereit sein und weglaufen, so verfolgt es das Männchen hartnäkig. Mittels Rammstössen von allen Seiten versucht das Männchen das Weibchen zum Stillstehen zu bewegen. Durch das Anheben mit dem Gularschild versucht das Männchen auch immer wieder das Hinterteil des Weibchens vom Boden zu heben. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass das Weibchen derart in Schräglage gerät, dass es umkippt. Im Normalfall kann sich das Weibchen von alleine wieder umdrehen. Oft wird es aber auch vom selben stürmischen Männchen wieder, wenn vielleicht auch eher zufällig, auf die Beine gekippt. Ab und zu lässt das Weibchen das Männchen auch aufreiten. Mit der längeren Schwanzspitze versucht das Männchen dann immer wieder seine Kloake unter diejenige des Weibchens zu bringen. Dabei stösst es phiepende und keuchende Laute aus und das Aufeinanderprallen der Panzer verursacht ein hämmerndes Geräusch. Die meisten dieser Paarungsversuche bleiben jedoch erfolglos.

Interessanter Weise fordern "brünstige" Weibchen, die Männchen in ihrem Territorium ebenfalls durch Rammstösse zur Paarung auf. Kleinere und nicht interessierte Männchen werden dadurch regelrecht vertrieben. Auch andere Weibchen werden durch dieses Anrempeln geradezu genötigt den Platz zu verlassen.

Das Balzverhalten scheint ebenfalls Reizgesteuert zu sein und kann zum Beispiel besonders gut und ausdauernd bei warmen Sommergewittern beobachtet werden.