Operation

Einen herben Verlust erlitt ich, als während eines Sommers zwei Babies und ein subadultes Weibchen aus ungeklärten Gründen verstarben. Alle drei Tiere stellten plötzlich das Fressen ein, wurden aphatisch und bewegten sich kaum noch. Die behandelnde Tierärztin konnte trotz meherer Untersuche und Abstriche keine eindeutige Diagnose erstellen. Die beiden Babies verstarben innerhalb von drei Wochen.

Bei dem subadulte Weibchen konnte mittels Röntgen eine "leichte" Anschoppung von Material im Darm diagnostiziert werden. Diese versuchte man dann während Tagen mittels oralem und analem Verabreichung von Parafinöl und warmen Bädern zu lösen, jedoch erfolglos. Zur Stärkung der Vitalfunktionen erhielt das Tier über Tage mehere Vitamincocktails gespritzt. Das Tier wurde jedoch zusehens schwächer und als letzte verzweifelte Massnahme wurde eine Operation in Betracht gezogen.

Nach der  Eröffnug des Bauchpanzers wurde festgestellt, dass kaum noch Darmaktivitäten festzustellen waren und eine Art "Darmlähmung" vorzuliegen schien. Man versuchte mit einer leichten Massage die Darmfunktion wieder anzuregen. Die übrigen Organe schienen unaufällig. Nach der Verschliessung des Bauchpazers erwachte das Tier zwar wieder aus der Narkose, verstarb jedoch in der folgenden Nacht.

Leider konnte nicht genau eruiert werden, was zu dieser "Darmlähmung" geführt hat und ob dies auch tatsächlich die eigentliche Krankheits- bzw. Todesursache war. Heute vermute ich, dass ich möglicherweise beim wilden Kräuter- und Graßsammeln aus Versehen eine giftige Pflanzenart mitgeerntet und verfüttert haben könnte.