Weiden in Sanddünen

 

Um keine Hinweise über lokale Sicherheitssysteme zu geben, habe ich mich entschieden, von meiner Strahlenschildkrötenanlage im Aussenbereich nur eine freigestellte Darstellung ins Internet zu stellen.

Strahlenschildkröten sind ausgesprochene Spezialisten in Bezug auf Biotop, Klima, Nahrung, Wasser usw. und sollten deshalb nicht mit anderen Schildkrötenarten vergesellschaftet werden. Auch die Tatsache, dass Astrochelys radiata gerne Kot von anderen Tieren frisst macht sie aus kontaminationstechnischen Gründen ungeeignet für eine Vergesellschaftung mit artfremden Individuen. Um meinen Tieren eine möglichst Artgerechte Haltung bieten zu können, kommen alle Ressourcen an Platz, Futtermitteln, technische Ausrüstung, usw. ausschliesslich dieser einen Schildkrötenart zugute. 

Die gesamte nach Süden ausgerichtete Aussenanlage ist mit einer 50 cm hohen Mauer aus holen und bepflanzbaren Löffelsteinen eingezäunt und umfasst 100m2. Die Aussenanlage gliedert sich in zwei Bereiche, einen trockenen, sandigen Bereich und eine grüne Graslandschaft.

Der erste trockne Bereich fällt auf eine sandige und mit Muschelgrit durchsetzte Landschaft auf der nur spärliche Vegetation gedeiht. Hier hat es flache Steine und ein paar ausgegrabene Wurzelstöcke, die den Schildkröten als "Kratzbäume" dienen. Dieser Bereich trocknet nach Regenfällen immer rasch ab  und wird gerne zum Sonnen und Aufwärmen aufgesucht. Während den Übergangszeiten im Frühling und Herbst verkleinere ich die Anlage durch Abtrennen auf diesen trockenen, sandigen Bereich. Von hier aus gelangen die Tiere auch selbständig über eine flache Rampe wieder ins Innengehege. 

Der zweite, grüne Bereich fällt auf eine künstlich angelegte Magerwiese, auf der allerlei Gräser und Kräuter gedeihen. Saisonal weiden die Strahlenschildkröten die gesamte Fläche ab. Manche Kräuter werden sogar derart abgefressen und ausgerupft, dass sie von Zeit zu Zeit wieder angesäht werden müssen. In diesem Weidebereich halten sich die Tiere auch gerne im Hochsommer auf und verkriechen sich mit Vorliebe unter grossen Grasbüscheln und kleinen Sträuchern. 

Die Aussenanlage ist so konzipiert, dass einzelne Pärchen oder die Geschlechter untereinander auch mal abgetrennt werden können. Die Aussengehege der Jungtiere sind ebenfalls abgetrennt. Sowohl im trockenen Bereich als auch in der Wiese hat es grosszügige, begrabbare Eiablageplätze für die Weibchen. Das ganze Jahr über sammle ich den Schildkrötenmist in der gesamten Anlage und dünge damit angebaute Futterpflanzen.