Grösse

Die Grösse wird mit 30 cm bis 40 cm und einem Gewicht von 10 bis 15 kg angegeben. Regional werden auch isolierte Populationen mit eher gross- oder kleinwüchsigen Exemplaren beschrieben, die jedoch genetisch keine eigene Unterart darstellen. Die Weibchen sind im Allgemeinen etwas kleiner als die Männchen, obwohl es auch Ausnahmen gibt.

Kennzeichen

Astrochelys radiata hat einen hochgewölbten und kugeligen Rückenpanzer mit einem charakteristischen Strahlenmuster aus abwechselnd gelben und dunkelbraunen bis schwarzen Bändern, die von einem gelben Areolenzentrum ausgehen. Sowohl der Rückenpanzer, als auch der Bauchpanzer haben bei jedem Exemplar eine ganz individuelle Zeichnung, sodass jede Schildkröte anhand ihres "Strahlenmuster-Fingerabdrucks" leicht identifiziert werden kann. Es gibt sowohl helle Tiere mit einem ausgebrägten gelben Strahlenmuster (high yellow), als auch dunkle Exemplare mit schwach ausgeprägtem Muster. Bei Jungtieren ist die Strahlenzeichnung meist sehr kontrastreich und deutlich ausgebrägt. Alte Tiere haben hingegen eine eher undeutliche und verwaschene Zeichnung.

Die Gliedmassen von Astrochelys radiata sind sehr kräftig. Die grob geschuppten Vorderbeine sind hauptsächlich gelb mit wenigen dunklen Flecken auf der Rückseite. Die Hinterbeine sind ebenfalls gelb mit Schuppen auf der Unterseite. Der Kopf und Hals-Nackenbereich sind in der Grundfärbung ebenfalls gelb, können jedoch auf der Oberseite mehr oder minder ausgebrägte dunkle Flecken aufweisen. Es gibt jedoch auch Exemplare mit ganz dunklen Köpfen.

Wesen

Astrochelys radiata zeigt in menschlicher Obhut ein interaktives, aufgestelltes und neugieriges Wesen. Sie erkennt ihren «Mensch» gut und verfolgt aufmerksam jede Tätigkeit in ihrem Revier. Manchmal ist sie mit ihrer neugierigen Präsenz sogar derart aufdringlich und behindernd, dass sie während Pflegearbeiten abgetrennt werden muss.

Artgenossen gegenüber verhält sie sich meist sehr friedfertig, so dass Tiere beiderlei Geschlechts saisonal problemlos zusammen gehalten werden können (die Ausnahme bestätigt die Regel). Ausserhalb der Paarungsaison werden rangniedere und subadulte Männchen meistens vom dominanten Alphamännchen toleriert. Während der Paarungszeit bekämpfen sich gleichstarke Männchen manchmal während Stunden. Ist die grösste Hitze jedoch vorrüber vertragen sie sich bereits am nächsten Tag wieder. Die Tiere messen ihre Kräfte durch Rammen und Anheben, jedoch wird selten gebissen.